Blicke in die Werkbank
Von der Rohvorbereitung bis zur Fertigstellung – hier siehst du, wie jede Kerze und jeder Diffusor entsteht.
Vorbereitung des Wachses und Temperaturkontrolle
Alles beginnt mit dem Sojawachs. Es wird aus gepressten Sojabohnen gewonnen und in Pellets geliefert. Wir wiegen die genaue Menge ab – nicht zu viel, nicht zu wenig. Das Wachs wird in einem Wasserbad auf etwa 85°C erwärmt. Ein präzises Thermometer überwacht die Temperatur. Zu heiß und das Wachs wird brüchig, zu kühl und es behält Bläschen.
Während das Wachs schmilzt, bereiten wir die Behältnisse vor – Gläser werden gereinigt, Keramik kontrolliert. Jedes Gefäß muss trocken und sauber sein. Dochte werden vorbereitet: Ein kleiner metallischer Holder wird an die Basis des Dochtes befestigt, damit dieser am Boden des Behältnisses haftet.
Die Gießform selbst ist einfach – wir nutzen Behältnisse, die gleichzeitig die finale Verpackung sind. Das ist nachhaltiger als Umgießen nach dem Erstarren. Nach 10–15 Minuten ist das Wachs flüssig, milchig und bereit zum Gießen.
Fixierung des Dochtes und Vorbereitung der Anbringung
Der Docht wird zentriert in das leere Gefäß eingesetzt. Ein spezieller Docht-Halter – ein kleines Metallstück – sitzt auf dem Boden und hält den Docht gerade. Dies ist kritisch: Schief angebrachte Dochte führen zu schiefem Brennen und ungleichmäßigem Abbrennen.
Wir nutzen ein Zentrierwerkzeug – zwei kleine Metallklammern, die über die Gefäßöffnung passen – um den Docht während des Gießens gerade zu halten. Der Abstand zur Gefäßwand muss gleich sein, etwa 1–2 cm. Zu nah an der Wand und das Glas kann Risse bekommen, zu weit entfernt und der Duft verteilt sich ungleichmäßig.
Vor dem Gießen wird alles noch einmal überprüft: Ist der Docht gerade? Sitzt der Holder fest? Ist das Behältnis trocken? Feuchtigkeit im Glas führt zu Dampfbläschen im Wachs und schlechterem Brennverhalten. Erst dann wird das flüssige Wachs gegossen.
Gießen und langsames Erstarren
Das heiße Wachs wird nun langsam eingegossen – nicht plötzlich, sondern kontinuierlich. Zu schnelles Gießen erzeugt Luftbläschen und unebene Oberflächen. Wir füllen bis etwa 1–2 cm unter den Rand. Der Docht muss die ganze Zeit gerade bleiben – unser Zentrierwerkzeug hält ihn in Position.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Das Wachs muss langsam erstarren. Schnelles Abkühlen führt zu Rissen und Unebenheiten. Wir stellen die gegossenen Kerzen in einen ruhigen, temperaturkontrollierten Raum – nicht in der Nähe eines offenen Fensters oder einer Heizung. Die Erstarrung dauert etwa 12–24 Stunden, je nach Größe.
Während das Wachs erstarrt, können sich kleine Vertiefungen bilden – besonders um den Docht herum. Dies ist normal. Nach vollständiger Erstarrung füllen wir diese Stellen mit geschmolzenem Wachs auf – ein zweiter Gießgang mit niedriger Temperatur, um eine ebene Oberfläche zu erreichen.
Finish und Kontrolle vor dem Versand
Nach 24 Stunden ist die Kerze fest. Der Docht wird auf die ideale Höhe von etwa 5–7 mm gekürzt. Dies ist wichtig – zu lange Dochte führen zu Rußbildung beim ersten Anzünden. Wir nutzen einen Dochtkürzer oder Schere und entfernen alle Wachsreste oder Dochtefasern.
Dann folgt die Qualitätskontrolle. Wir inspizieren jede Kerze: Ist die Oberfläche eben? Gibt es Bläschen? Sitzt der Docht gerade? Ist das Etikett richtig angebracht? Nur Kerzen, die unsere Standards erfüllen, werden verpackt. Fehlerhafte Kerzen werden umgeschmolzen und neu gegossen.
Etiketten werden angebracht – mit Informationen zur Duftrichtung, dem Volumen, der Brenndauer und wichtigen Sicherheitshinweisen. Die Kerze wird in Tissue-Papier verpackt und in eine stabilisierte Schachtel gelegt. Erst dann ist die Kerze bereit für den Versand.
Bereit für deinen Raum
Jede Kerze ist das Ergebnis sorgfältiger Handarbeit und Qualitätskontrolle. Entdecke unsere Produkte und finde den perfekten Duft für deinen Alltag.
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